In dieser Kategorie stellt Sophie Hawaleschka praktische Do it yourself’s im Bereich Kunst und Gestaltung vor.

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Avocados pflanzen – DIY

Schritt-für-Schritt-Anleitung – Tutorial

Da ich inzwischen einen leichten Hang dazu entwickelt habe, nahezu jeden Avocado-Kern, der mir in die Hände kommt, sofort einzupflanzen und mich schon viele Besucher nach meinen Avocado-Pflanzen gefragt haben, dachte ich mir, ich stelle euch im heutigen Do it yourself (DIY) vor, wie man ganz einfach aus einer Avocado eine Pflanze ziehen kann.

Randinformation: Ehe eine Avocado-Pflanze Früchte trägt, muss sie eine beachtliche Größe erreichen, sprich ein Baum werden. Daher könnt ihr euch an dieser Stelle schon mal von dem Gedanken verabschieden, dass eure Pflanze jemals Avocados abwerfen wird! Außer ihr habt einen großen Garten, viel Zeit und wollt euer Glück in der gemäßigten Klimazone versuchen.

Ihr benötigt:

eine (reife) Avocado – Sorte egal
ein Messer
ein hohes Gefäß
2 Zahnstocher
Wasser
Blumenerde

Los gehts!

Wenn ihr euch eine Avocado gekauft habt, muss man den Kern nicht zwingend wegwerfen, man kann ihn auch einpflanzen! Das ist ganz simpel, geht schnell und macht Freude beim zusehen (das Wachsen hingegen geht nicht ganz so schnell). In wenigen Schritten könnt ihr so neues Leben in eure Bude zaubern.

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Ihr schneidet dazu eure Avocado auf, wenn ihr sie eh verzehren wolltet. Falls ihr noch keine Avocado gegessen habt, das DIY aber gern versuchen wollt, dann probiert sie unbedingt mal und schmeißt sie nicht weg! Im Internet findet ihr ein Haufen Rezepte dazu, wie man Avocados essen kann. Jedenfalls nehmt ihr den Kern, wascht ihn gut ab und nehmt euch im nächsten Schritt ein Messer zur Hand. Damit entfernt ihr vorsichtig die Haut des Avocadokerns und legt ihn somit frei. Dann könnt ihr schon erkennen, dass einmal um den kompletten Kern eine Art Naht verläuft. Diese halbiert den Kern optisch in seiner Vertikale.

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Nehmt euch nun die 2 Zahnstocher und spiesst diese jeweils leicht schräg wie im Foto links und rechts von der Kernmitte in das Kernfleisch hinein. An dieser Stelle fällt das etwas leichter und die Zahnstocher halten gut. Ihr müsst sie schräg einstechen, damit sie später gut im Gefäß halten, denn das nehmt ihr euch nun und hängt den Kern hinein. Die beiden Zahnstocher lassen den Kern im Glas schweben. Zudem fördert ihr so das Spalten des Kernes, dann können Wurzel und Keim leichter heraus wachsen. Es heißt, man soll nun das Gefäß mit Wasser füllen, bis der Kern 2/3 davon bedeckt ist. Sprich am Ende ist nur wichtig, dass die obere Kernspitze noch heraus guckt.

Ich habe es allerdings auch schon so gemacht, dass mein Kern komplett in einem Wasserglas lag und auch so gekeimt hat. Andere erzählen, dass man den Kern auch sofort in die Erde pflanzen kann und der Keim ebenfalls irgendwann durch die Oberfläche bricht. Da ich aber ein Freund des Zusehens bin, entscheide ich mich eigentlich immer für die Zahnstocher-Variante. Die hat sich bei mir auch bewährt und ich habe so schon eine gute handvoll Avocado-Pflänzchen hochgezogen.

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Da ich das Glas, was ich zuvor verwendet habe, meistens auch später zum Pflanzen nehme (außer natürlich in diesem Beispiel – Vorführeffekt), habe ich bereits das perfekte Gefäß zum Keimen für den Avocadokern gefunden. Für euch kann das eine Blumenvase, ein Blumentopf oder ebenfalls ein Glas sein. Ihr könnt auch zum Keimen erstmal irgendein Gefäß nehmen und später ein anderes. Hauptsache hochgeschlossen, denn Avocados sind Tiefwurzler und brauchen viel Platz nach unten, um ordentlich und schnell wachsen zu können. Da ich dem Ganzen wie bereits erwähnt gern beim Wachsen und Wurzeln zusehe, verwende ich an dieser Stelle eben Gläser. Ich stelle mein Glas dann gern ans Fenster, sodass es gut Sonne abbekommt. Dort bleibt es dann erstmal eine Zeit lang einfach nur stehen.

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Irgendwann, das kann zwischen einigen Wochen bis zu 2 Monaten dauern, sollte dann bei eurem Avocadokern eine kleine Wurzel gewachsen sein. Manchmal spriesst dann auch schon direkt aus dem Kern, der sich irgendwann dann nämlich leicht spaltet, da ja aus der Kernmitte etwas nach oben und unten rauswächst, ein Keim. Ganz gleich, ob ihr nur Wurzel oder Wurzel und Keim habt, sobald der Kern wurzelt, könnt ihr euren Avocado-Kern einpflanzen. Dazu könnt ihr entweder das selbe oder ein neues Gefäß verwenden. Ich hab als Referenz jetzt nur das folgende Bild, da mein momentaner Kern ja gerade erst ins Wasser gesetzt wurde und nach wenigen Minuten noch nicht keimen kann;)

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Euer Gefäß der Wahl füllt ihr dann mit etwas Blumenerde auf, bis etwa zur Hälfte. Dann setzt ihr euren Avocado-Kern ein und passt auf, dass ihr nicht zu viel Druck auf die empfindliche Wurzel ausübt. Dann füllt ihr drum herum alles mit Blumenerde auf, bis das Glas voll ist und drückt dann die Blumenerde gut an. Füllt das Glas so viel auf, dass etwa 1cm bis unter den Rand alles voll fest gedrückter Erde ist. Dann gießt ihr euer frisch gepflanztes Pflänzchen noch etwas und stellt es wieder ans Fenster oder an den Platz, wo eure Pflanze später stehen soll. Da Pflanzenwachstum nunmal Sonne benötigt, würde ich immer einen Platz am Fensterbrett empfehlen. Ab dann heißt es zugucken und warten, bis der Keim durch die Erde bricht und ein Pflänzchen daraus sprießt, was stetig wächst. Irgendwann kann es dann so aussehen:

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Ihr habt’s geschafft! Die Avocado ist gepflanzt und wird nun immer weiter wachsen. Gießen nicht vergessen! Ich geb meinen Pflanzen jede Woche nur einen guten Schluck Wasser. Ihr merkt ja, wenn die Erde trocken wird, dann gebt ihr wieder etwas Wasser dazu und ihr werdet eure Pflanze gut bei Laune halten können:)

Ich hoffe, ihr probiert es mal aus, sobald euch wieder ein Avocado-Kern in die Hände fällt, es ist wirklich ganz leicht und ihr habt viel Freude damit, wenn alles grünt und ihr es selbst gepflanzt habt!

Eure Sophie

Ürigens ist es nicht unüblich, dass nicht nur ein Keim, sondern mehrere aus einem Avocado-Kern schießen. Dann habt ihr auch mal mehrere Stränge:

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Fun Fact: Wusstet ihr, dass man Avocados auch Alligatorbirnen schimpft?

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Selbstgemachte Teebeutel – DIY

Schritt-für-Schritt-Anleitung – Tutorial

Ich wollte euch dieses kleine aber feine Do it yourself (DIY) gern vorstellen, welches ich vor kurzem als Geburtstagsgeschenk für meine beste Freundin angefertigt habe.

Vorneweg: ich habe, was das Nähen betrifft, wirklich eher 2 linke Hände. Knöpfe, die ich angenäht habe, sind unmittelbar nach dem Annähen wieder lose oder fallen tatsächlich sofort wieder ab. Ich habe da echt kein Händchen für.

Wenn es euch also ähnlich geht, ist dieses DIY auch für euch machtbar! Es sieht auf dem ersten Blick sehr viel schwerer aus, als es am Ende eigentlich ist.

Ihr benötigt:

Zirkel/runde Form oder Lineal/Geodreieck
Bleistift/Kugelschreiber
Teefilterpapiere
Trichter
Tee (Sorten/Menge eurer Wahl, losen/Beuteltee)
Nadel und Faden (unbehandelt) eurer Wahl
Grafik- und Layoutprogramm bzw. Stift und festes Papier (Karton)
Drucker/Copyshop

Los gehts!

Zunächst einmal überlegt ihr euch eine Form, die die Teebeutel später haben sollen. Ich hatte mich für den klassischen Kreis entschieden und nahm eine runde Glasform zur Hilfe. Ihr könnt auch jede andere erdenkliche Form dafür verwenden. Auch Freiformen wie Blumen, Sterne etc. sind möglich. Wählt die Motive nur nicht zu kompliziert bzw. zu fein, dass ihr sie auch einfach vernäht bekommt.

Habt ihr euch für eine Form entschieden, zeichnet ihr diese auf eure Teefilterpapiere auf und zwar in der Anzahl, wieviele Teebeutel ihr insgesamt anfertigen wollt. Da die Teefilterpapiere bereits in 2 Lagen vorliegen, benötigt ihr pro Teebeutel auch nur ein Teefilterpapier. Je nachdem, wie groß eure Formen sind, bekommt ihr evtl. auch mehr als einen Teebeutel auf ein Teefilterpapier vorgezeichnet.

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Anschließend werden die Formen ausgeschnitten. Als nächstes bestimmt ihr mit welcher Nadel und welchem Faden (Farbe, Art, Dicke – achtet auch darauf, dass ihr unbehandelten Garn verwendet, da ihr später ja den Faden mit im Wasser hängen habt) ihr die Teebeutel vernähen wollt. Ich hatte mich für 30 verschiedene Teebeutel in 10 unterschiedlichen Farben entschieden. Ihr könnt auch alle Teebeutel in einer Farbe vernähen, mehrere Farben in einem Teebeutel verwenden oder euch andere Spirenzchen damit einfallen lassen.

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Nun nehmt ihr Nadel und Faden, schätzt die benötigte Fadenlänge ab, nehmt ihn doppelt und verknotet ihn am Ende. Dann beginnt ihr die ausgeschnittenen Teebeutelpapiere zu vernähen, immer entlang der vorgegebenen Form. Zum Rand hin lasst ihr ein paar Milimeter stehen. Generell solltet ihr die Nähte lieber enger nähen, als zu große Lücken zu lassen, sonst rutscht später vor allem der Beuteltee schnell mal aus dem Teebeutel heraus. Bedenkt, dass ihr aber eine Lücke in der Naht lasst, die groß genug ist, um den losen Tee hineinzufüllen.

Wenn ihr an dieser Stelle angelangt seid, könnt ihr mithilfe eines Trichters den losen Tee in den eben genähten Teebeutel einfüllen. Habt ihr Teebeutel statt losem Tee verwendet, schneidet diese einfach auf und füllt sie ebenfalls mithilfe des Trichters ein. Die Füllmenge könnt ihr selbst bestimmen. Optisch sind prall gefüllte Teebeutel vielleicht ansprechender, damit auch die Form richtig erkennbar bleibt.

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Und so verfahrt ihr dann weiter. Ihr könnt auch erst alle Teubeutel vernähen und dann befüllen, das ist euch überlassen. Verliert aber den Überblick nicht, welcher Tee sich dann in welchem Teebeutel befindet. Dass ihr später noch die Teeanhänger (Labels) anbringen könnt, wo der Name des Tee‘s sowie die Ziehzeit drauf stehen. Wichtige Angaben für einen Tee! Zieht ein Tee zu lang, kann der Geschmack schnell unangenehm und zu bitter werden. Vor allem bei grünem, weißen oder schwarzen Tee.

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Die Labels, also Teeanhänger, könnt ihr dann entweder per Hand aus Pappe ausschneiden, mit Farbe versehen und beschriften oder bspw. in einem Grafik- und Layoutprogramm am PC gestalten und später ausdrucken. Bei euch daheim, falls ihr einen Drucker habt oder in einem Copyshop in der Nähe. Auch hier könnt ihr selbst die Formen bestimmen sowie die Gestaltung und Farbigkeit. Bedenkt beim Drucken nur, dass die Labels beidseitig bedruckt sind und dass auch die Vorder- mit den Rückseiten übereinstimmen müssen – ihr sie also am PC richtig anlegt.

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Dann die Labels nur noch ausschneiden und ebenfalls an den dazugehörigen Teebeutel nähen. Ich habe dafür die selben Farben für die Fäden verwendet, die ich bereits zuvor zum Vernähen des jeweiligen Teebeutels genutzt hatte.

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Wie ihr die Teebeutel am Ende verpackt/verschenkt ist ganz euch überlassen. Lasst euch was schönes einfallen, so macht das Verschenken umso mehr Spaß! Dann habt ihr ein ganz persönliches und vollkommen selbstgemachtes Geschenk – abgesehen vom Tee, den könntet ihr aber auch selbst trocknen/zusammenstellen, falls ihr wollt!

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Ich hoffe, dieses kleine DIY-Tutorial hat euch gefallen und ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen! Falls ihr mögt, zeigt mir gern eure eigenen Teebeutel-Kreationen auf Instagram mit dem Hashtag #sd4udiy oder verlinkt mich auf euren Bildern (@sophiedraws4u). Oder postet eure Fotos als Beitrag auf meiner Facebook-Pinnwand.

Viel Freude beim Nachbasteln,
eure Sophie

Ps: Es hat wirklich unheimlich viel Spaß gemacht, die Teebeutel selbst zu nähen, die Teesorten auszusuchen und die Labels zu gestalten, so macht das Verschenken noch mehr Spaß, wenn man weiß, wieviel Freude und Mühe darin stecken.